Als dieser feine Grüntee als Probe bei uns hineinflatterte, waren wir auf Anhieb überzeugt von der exzellenten Qualität. Der Asamushi Premium Sencha hat ein langes, wunderschön geformtes Nadelblatt und eine tolle, tiefgrüne Farbe.
Für diesen Tee werden nur die jüngsten Blätter der Frühjahrsernte gepflückt, zuvor werden die Teepflanzen 10 Tage lang beschattet. In den ersten Aufgüssen lassen sich Noten von gerösteten Mandeln und dunkler Zartbitterschokolade finden. Mit jedem Aufguss wandelt sich das Aroma mehr ins Frische und wird leicht grasig. Die Tasse leuchtet in einem wunderschönen, intensiven und leicht wolkigen Goldgrün.

Eine weitere Besonderheit dieses Tees ist die leichte Röstung, die der Tee nach der Produktion erhalten hat. Das leichte Anrösten von Tee bezeichnet man auch als Hiire 火入れ. Die Röstung ist nur schwach und das Aussehen der Blätter wird hierdurch nicht verändert. Die Röstung dient dazu, das Aroma des Tees zu intensivieren und abzurunden.
Die Bedeutung von Asamushi
Die allermeisten japanischen Grüntees werden während der Produktion gedämpft, um dafür zu sorgen, dass die Teeblätter grün bleiben und ihren frischen und hellen Charakter behalten.
Die Dämpfungsdauer ist hierbei entscheidend für den finalen Geschmack sowie die Form des Tees.
Unterschieden wird meist zwischen drei Arten der Dämpfung[1]:
- Asamushi 浅蒸し etwa 20–30 Sekunden
- Chumushi 中蒸し etwa 30–40 Sekunden
- Fukamushi 深蒸し mehr als 40 Sekunden
Je länger die Dämpfungsdauer, desto stärker wird die Zellstruktur der Blätter aufgebrochen. Dadurch wird der fertige Tee feiner und kleiner. Je länger die Dämpfungsdauer, desto besser können sich außerdem Inhaltsstoffe aus den Blättern lösen, was bedeutet, dass lang gedämpfte Tees meist intensiv und kräftig sind. Umgekehrt sind Tees mit einer kurzen Dämpfungsdauer eher zart und haben große, intakte Teeblätter, so wie es auch bei unserem Asamushi Premium Sencha der Fall ist.

Fukamushi-cha, also Tees mit einer langen Dämpfungsdauer, stammen ursprünglich aus der Gegend um das Makinohara-Plateau in Shizuoka. In dem warmen, flachen Gebiet mit vielen Sonnenstunden wachsen die Teeblätter schneller und werden dicker und fester – der Tee schmeckt dadurch kräftig, bitter und herb. Das lange Dämpfen macht die Blätter weicher und den Tee milder[2].
Erfahrene Teemeister passen die Dämpfdauer allerdings oft an jede Ernte an und dämpfen ihren Tee mal etwas länger oder kürzer. Viele japanische Tees werden mittellang nach der Chumushi-Methode gedämpft.
Herkunft des Tees
Dieser Tee stammt aus der Region Kagoshima im Süden von Japan. Auch weitere unserer japanischen Tees wie unser Kagoshima Matcha stammen aus dieser Region, und wir haben schon gute Erfahrungen mit den Produzenten aus Kagoshima sammeln können. Viele Teefarmen dort haben sich auf den Export spezialisiert.
Die Region Kagoshima eignet sich hervorragend für den Anbau von Tee, da das Klima hier angenehm warm ist und die vulkanischen Böden reich an Mineralien sind.
Quellen
- My Japanese Green Tea (Ricardo Caicedo): About the Steaming Time of Sencha (abgerufen 2026). myjapanesegreentea.com
- Yunomi: Fukamushi Sencha and how it differs from a regular Sencha (abgerufen 2026). yunomi.life









