Was gibt es bei der Zubereitung von Rooibos-Tee zu beachten? Hier bei den Friends of Tea erfährst du, wie du das traditionsreiche Getränk aus Südafrika perfekt zubereitest.
Für einen köstlichen Tee sind drei Dinge entscheidend: die Qualität der Teeblätter, das Wasser – und vor allem du selbst. Denn für deinen perfekten Tee spielen Menge, Ziehzeit und Wassertemperatur eine zentrale Rolle.
Das Wichtigste auf einen Blick
Rooibos ist unkompliziert in der Zubereitung: 12 g pro Liter und kochendes Wasser sind ideal, längere Ziehzeiten machen ihn kräftiger, aber nicht bitter.
Für eine besonders intensive Variante kann Rooibos 20 Minuten geköchelt werden – so entsteht ein starkes, espressoähnliches Getränk.
Grüner Rooibos ist nicht oxidiert, schmeckt frischer und sollte mit 80–90 °C aufgegossen werden.
Rooibos und Honeybush sind koffeinfrei[1][2], sollten luftdicht, trocken und lichtgeschützt gelagert werden und schmecken zu jeder Tageszeit.

Die richtige Menge
Rooibos ist äußerst verzeihend, wenn es um die Dosierung geht. Da Rooibos kaum Bitterstoffe enthält, kannst du bei der Menge flexibel bleiben.
Unsere Empfehlung:
12 g Rooibos auf 1 Liter weiches Wasser.
Wenn du es intensiver magst, kannst du die Menge problemlos erhöhen. Für eine besonders kräftige Variante kannst du sogar 20 g Rooibos verwenden und ihn etwa 20 Minuten köcheln lassen. So entsteht ein sehr intensives, fast espressoartiges Getränk.
Ziehzeit von Rooibos
Auch bei der Ziehzeit ist Rooibos unkompliziert:
5 Minuten für eine mildere, weichere Tasse
10 Minuten für einen kräftigen, charaktervollen Geschmack
Da Rooibos nicht bitter wird, kannst du ihn auch länger ziehen lassen, ohne dass der Geschmack unangenehm wird.
Die korrekte Temperatur
Kochend heißes Wasser ist für klassischen Rooibos ideal. Er verträgt hohe Temperaturen problemlos.
Beim grünen Rooibos hingegen lohnt sich eine niedrigere Temperatur. Zwischen 80 und 90 °C kommen die frischen, hellen und leicht fruchtigen Noten besonders gut zur Geltung.

Was für Rooibos Sorten gibt es?
Rooibos wird in unterschiedlichen Qualitäten und Schnitten gehandelt – je nach Verwendungszweck, etwa für Teebeutel oder für Mischungen[3].
Einen guten Rooibos erkennst du an seinen bronze-kupferfarbenen, langen und gleichmäßigen Nadeln. Niedrigere Qualitäten weisen oft ein groberes, stärker gebrochenes Blatt auf.
Nach der Verarbeitung wird Rooibos sortiert und nach diesen Kriterien eingestuft[1]:
Länge der Nadeln
Farbe
Geschmack
Aroma
Grüner Rooibos
Neben dem klassischen Rooibos gibt es auch grünen Rooibos – eine nicht oxidierte Variante.
Beim klassischen Rooibos werden die Nadeln während der Verarbeitung leicht gequetscht. Dadurch tritt Zellsaft aus, der mit Sauerstoff reagiert und oxidiert[3]. Dieser Prozess verleiht dem Rooibos seine typische rötliche Farbe und sein mildes Aroma.
Beim grünen Rooibos wird dieser Oxidationsschritt übersprungen: Blätter und Stängel werden direkt getrocknet[1]. Dadurch bleibt die grünliche Farbe erhalten und der Geschmack wirkt frischer und leichter.
Wichtig: Grüner Rooibos ist kein grüner Tee. Rooibos stammt nicht von der Teepflanze Camellia sinensis und ist von Natur aus koffeinfrei[1].
Honeybush Tee
Neben Rooibos gibt es eine weitere südafrikanische Spezialität: Honeybush Tee. Er stammt von einer anderen Pflanze, ist geschmacklich jedoch dem Rooibos ähnlich.
Honeybush wächst vor allem am West- und Ostkap Südafrikas und wird zu einem großen Teil noch wild gesammelt[4]. Sein Geschmack ist süßlich und fruchtig; seinen Namen verdankt er dem honigartigen Duft seiner gelben Blüten[2]. Wie Rooibos ist auch Honeybush koffeinfrei[2] – schön für eine Tasse am Abend.
Aufbewahrung von Rooibos Tee
Rooibos sollte vor Licht, Hitze, Feuchtigkeit und Luft geschützt werden. Glasbehälter sind nicht ideal, da Sonnenlicht das Aroma beeinträchtigen kann.
Am besten lagerst du Rooibos in einer gut verschließbaren Verpackung an einem dunklen Ort im Schrank. Eine Lagerung im Kühlschrank ist nicht empfehlenswert, da sich dort Feuchtigkeit bilden kann, die dem Tee schadet.
Und was ist mit Keimen?
Laut dem South African Rooibos Council wird Rooibos – ob für den heimischen Markt oder den Export – mit Dampf pasteurisiert, um eine hohe mikrobiologische Qualität sicherzustellen[1]. Grundsätzlich empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Aufgüsse aus Kräutern und Früchten mit sprudelnd kochendem Wasser zuzubereiten und mindestens fünf Minuten ziehen zu lassen[5]. Beim klassischen Rooibos passt das ohnehin perfekt – wenn du grünen Rooibos mit niedrigerer Temperatur zubereitest, behalte diese Empfehlung im Hinterkopf.
Unser Tipp
Alle Angaben zu Menge, Ziehzeit und Temperatur sind Empfehlungen. Wir raten dir, selbst ein wenig zu experimentieren und deinen persönlichen Lieblingsaufguss zu finden.
Wir wünschen dir viel Freude beim Genießen!
Quellen
- SA Rooibos Council: Frequently Asked Questions (Stand 2024). sarooibos.co.za
- South African Honeybush Tea Association: FAQ (Stand 2026). sahta.co.za
- SA Rooibos Council: Rooibos 101 – Surprising things you might not know about this national treasure (2019, aktualisiert 2024). sarooibos.co.za
- South African Honeybush Tea Association: Facts & Statistics (Stand 2026). sahta.co.za
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Kräutertees unbedingt mit kochendem Wasser aufgießen (Presseinformation, 2005). bfr.bund.de









